Höckerschwan

Höckerschwan

Höckerschwan
Lat. Name: Cynus olor
Verbreitung: Nordeuropa, Asien
Nahrung: Gras und Pflanzen
Größe: 1,5 m
Gewicht: 10 – 15 kg
Brutzeit: 29 – 36 Tage
Gelege: 4 – 9 Eier
Geschlechtsreife: 3 – 4 Jahre
Lebenserwartung: bis zu 19 Jahren

Höckerschwäne sind wohl die bekanntesten aller Schwäne. Schon im 16. und 17. Jahrhundert hat man sie vielerorts eingebürgert. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht von Norddeutschland und den Britischen Inseln über Dänemark und Schweden bis nach Asien (Sibirien und Mongolei). Die englischen Wildvorkommen existieren schon lange nicht mehr, denn im 12. Jahrhundert wurden Höckerschwäne bereits das »Eigentum« der Könige; heute verbreiten sich verwilderte Nachkommen von »Parkschwänen« auch in Westeuropa, Nordskandinavien sowie an der Ostküste Nordamerikas, in Australien und in Neuseeland.

Höckerschwäne haben ein gänzlich weißes Gefieder, nur das Jugendkleid und die ersten beiden Jahreskleider sind oft braungrau, später zunehmend weiß. Bei erwachsenen Tieren leuchtet der Schnabel orangerot; besonders zur Brutzeit werden die Farben sehr intensiv. Beide Geschlechter sehen gleich aus, nur der schwarze Schnabelhöcker an der Basis ist bei männlichen Tieren stärker ausgebildet.

Der bevorzugte Lebensraum von Höckerschwänen sind langsam fließende oder stehende Süßgewässer, aber auch im Brackwasser von Flussmündungen.

Höckerschwäne suchen tagsüber und auch bei Nacht nach Nahrung; dabei rupfen sie Gras und schwimmende Wasserpflanzen ab oder holen auch Pflanzen aus bis zu 1,5 m tiefem Wasser heraus.

Höckerschwäne verpaaren sich im Alter von 2-5 Jahren und bleiben meist ihr Leben lang zusammen. Bereits im Überwinterungsgebiet (halbwilde Tiere überwintern meist vor Ort) oder auf dem Rückzug im Frühling beginnt die Balz der wildlebenden Höckerschwäne. Sobald das Eis abgeschmolzen ist, nimmt das Brutpaar seinen etwa einen Quadratkilometer großen Nistbezirk in Besitz.

Das Nest bauen Höckerschwäne auf trockenen, erhöhten Standorten aus Schilf, Gras, Tang u. ä.; die Nistmulde selbst wird weich ausgepolstert. Das Gelege besteht aus 4-9 graugrünen Eiern die ab Mitte April überwiegend vom Weibchen 35-36 Tage lang erbrütet werden. Im Alter von 4 1/2 Monaten können die Jungvögel dann halbwegs fliegen, sie bleiben aber meist bis zum Beginn der neuen Brutperiode im Familienverbund bei den Eltern. Gegen Ende des Winters werden sie vom Männchen vertrieben.