Totenkopfäffchen

Totenkopfäffchen

Totenkopfäffchen
Lat. Name: Saimiri boliviensis
Verbreitung: Tropisches Südamerika
Nahrung: Früchte, Insekten, Blätter
Größe: 22-37 cm
Gewicht: bis 800 – 1200 g
Schwanzlänge: 40 cm
Tragzeit: 160-180 Tage
Wurf: 1 Jungtier
Lebenserwartung: max. 20 Jahre

Totenkopfaffen sind in den Tropenwäldern Mittel- und Südamerikas beheimatet. Ihren Namen haben die Totenkopfaffen von der maskenartigen Gesichtszeichnung. Bemerkenswert ist, dass die Totenkopfaffen mit einem Verhältnis von 1:17 zum Körpergewicht das größte Gehirn aller Primaten besitzen (zum Vergleich beim Menschen beträgt das Verhältnis 1:35).
Totenkopfäffchen sind von Natur aus weitsichtig. Man kann beobachten, wie sie Nahrung vor dem Essen mit ausgestreckten Armen begutachten, als hätten sie ihre Lesebrille vergessen.

Totenkopfäffchen leben in Gruppen mit labiler Rangordnung. Sie imponieren drohend Artgenossen durch Vorzeigen der Geschlechtsteile bei abgespreitztem Bein. Sie markieren nicht nur ihre Umgebung mit Urin, sondern reiben damit auch ihr Fell, besonders ihren Schwanz ein.

Die Paarung der Totenkopfaffen ist saisonabhängig, in der Regenzeit bringt das Weibchen
nach 168-182 Tagen Tragzeit wird 1 relativ schweres Jungtier (12,5% des Gewichts der Mutter; beim Menschen ca. 5%) geboren, das sich sofort im Fell der Mutter festklammert und nach wenigen Wochen auch auf anderen Weibchen reitet.

Bedrohungen für die Totenkopfaffen sind die Einschränkung des Lebensraumes durch Waldrodung und die Verwendung von Insektiziden, die die Nahrungsgrundlagen Insekten, Früchte, Vögel und deren Eier vernichten. Zwei der fünf Arten werden als gefährdet eingestuft.