Nasenbär

Nasenbär

Nasenbär
Lat. Name: Nasua nasua
Verbreitung: Südamerika
Nahrung: Fleisch, Obst, Reis und Eier
Größe: 45 – 65 cm
Gewicht: 5 – 6 kg, Neugeborene 150 g
Paarungszeit: im Frühjahr
Tragzeit: 70 – 77 Tage
Wurf: 1 – 4 Junge
Geschlechtsreife: mit 2 – 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 14 Jahre

Der Südamerikanische Nasenbär gehört zu der Familie der Kleinbären. Bezeichnend ist die lang gezogene Schnauzenpartie mit einer äußerst beweglichen Nase. Der Körper ist schlank und hochbeinig und endet in einem körperlangen Schwanz mit dunkler Ringelzeichnung. Die kleinen runden Ohren sind nahezu ganz im äußerst variabel gefärbten Fellkleid verborgen.

Nasenbären sind Allesfresser, bevorzugen aber fleischliche Nahrung. Sie fressen vor allem Insekten, aber auch Mäuse. An pflanzlicher Nahrung nimmt ein Nasenbär vor allem reifes Obst.

Nasenbären unterhalten sich eigentlich mit Fieplauten. Aber wenn Gefahr droht, können sie richtig bellen. Mit dem Bellen warnen sie ihre Kollegen, die sich dann schnell in Sicherheit bringen.

Als reine Tagtiere leben die Nasenbären gesellig in Familienverbänden. Zur Paarungszeit markieren die Männchen mit ihrem Urin markante Punkte im Wohngebiet der Weibchen und vertreiben alle männlichen Rivalen.

Die weiblichen Nasenbären sind für die Aufzucht der 1 bis 4 Jungtiere alleine verantwortlich. Vor der Geburt sondern sich die Weibchen von dem Familienverband ab. Erst nach fünf Wochen schließen sich die Mutter mit ihren Neugeborenen wieder der Gruppe an. Nach einem Jahr sind die Jungtiere selbständig.

In Zoos wird der Südamerikanische Nasenbär häufig gehalten und regelmäßig gezüchtet. Zumeist werden die Tiere in geselligen Gruppen gehalten. In ihrer Heimat in Südamerika gelten Nasenbären noch nicht als bedroht und sind vielerorts noch recht zahlreich vertreten.