Meerschweinchen

Meerschweinchen

Meerschweinchen
Lat. Name: Caviidae
Verbreitung: Südamerika
Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter
Größe: ca. 22 cm
Gewicht: 500-1500 g
Paarungszeit: ganzjährig
Tragzeit: 56-74 Tage
Wurf: 1-5, bei Hausmeerschweinchen bis zu 13
Geschlechtsreife: 1,5 – 3 Monate
Lebenserwartung: 8 Jahre

Die meist geselligen Meerschweinchen bewohnen in Südamerika Grassteppen, Waldränder, Sumpfgebiete und Gebirgsregionen bis in über 4200 Meter Höhe. Sie fehlen nur im Amazonasbecken und im äußersten Süden des Kontinents. Schlaf- und Wurfplätze befinden sich in selbstgegrabenen oder vorgefundenen Erdhöhlen, in Felsspalten oder unter Steinen.

Meerschweinchen leben in Gruppen von 5 – 10 Tieren zusammen, die sich öfters zu größeren Übergruppen zusammenschließen. In der Gruppe entwickelt jedes Geschlecht eine eigene Rangordnung, die durch Kämpfe etabliert wird. Meerschweinchen sind Pflanzenfresser, die sich je nach Lebensraum von Pflanzen, Blätter, und hauptsächlich von Gräsern ernähren.

Sie können sich das ganze Jahr fortpflanzen, die Mehrzahl der Geburten liegt aber im Frühling. Die Neugeborenen sind Nestflüchter, die am ersten Tag laufen und feste Nahrung zu sich nehmen können. Nach 3 Wochen werden sie entwöhnt.

Meerschweinchen sind wie Menschen auf Vitamin C in der Nahrung angewiesen und entwickeln bei Vitamin-C-Mangel Dkorbut. Eine Besonderheit ist das lebenswichtige Fressen des Blinddarmkots. Diese relativ weichen Kotballen werden ausgeschieden und gleich wieder aufgenommen, weil sie wichtige Bakterien enthalten, welche der Aufrechterhaltung der Darmflora dienen. Daneben deckt der Blinddarmkot den gesamten Vitamin-C-Bedarf und grossteile des Vitamin-K-Bedarfs.