Guanako

Zwerg-Esel

Lat. Name: Lama guanicoe
Verbreitung: Südamerika
Nahrung: Gräser, Kräuter, Äste
Größe: 2 m, Schulterhöhe 1,20 m
Gewicht: bis 100 kg
Tragzeit: 1 Jahr
Wurf: 1 Fohlen
Lebenserwartung: 30 Jahre


Das Guanako ist eine wildlebende Art der Familie der Kamele und lebt vor allem im westlichen und südlichen Südamerika. Es ist vielleicht die Stammform des Lamas und des Alpakas.

Guanakos bewohnen die Anden sowie die Pampa in Peru, Ecuador, Bolivien, Chile und Argentinien. Ihr Habitat ist offenes Grasland, nur in harten Wintern gehen sie manchmal auch in Wälder. Man findet Guanakos in Höhen bis zu 4000 m.

Guanakos bilden Familienverbände, die aus einem männlichen Leittier, mehreren ausgewachsenen Weibchen und deren Jungen bestehen. Im Alter von 12 – 15 Monaten werden die Jungtiere vom Männchen aus dem Verband vertrieben. Junge Männchen schließen sich dagegen zu Junggesellenverbänden zusammen, in denen sie 3 – 4 Jahre leben. In diesen Gruppen kommt es zu ständigen Kämpfen um die Vorherrschaft, die als Vorbereitung auf die spätere Führung einer echten Herde angesehen werden können. Nach dem Verlassen eines solchen Junggesellenverbands versucht ein männliches Guanako, ein eigenes Territorium zu gründen, entweder indem es junge Weibchen um sich sammelt oder das Leittier einer bestehenden Herde vertreibt.

Bei Ankunft der Spanier in Südamerika gab es schätzungsweise 50 Millionen wilde Guanakos. Seitdem wurde es wegen seines Fells gejagt, vor allem aber, um Weideland für die Schafherden zu gewinnen. Durch massenhaften Abschuss werden die Bestandszahlen immer kleiner. Heute gibt es noch etwa 500.000 Guanakos, das sind 1 % der ursprünglichen Zahl.